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Die MRT des Schädels und des Gehirns ist besonders wichtig,
da die Kernspintomographie einen einzigartigen Weichteilkontrast im Gehirn
liefert. Damit werden Schlaganfälle, Entzündungen wie Multiple Sklerose oder
Tumoren sicher erkannt. Überdies ist die MRT die einzige Methode, die einen
Schlaganfall bereits im Frühstadium innerhalb einer Stunde nach Entstehen
nachweisen kann. Dies ist mit anderen Methoden, z.B. der Computertomographie,
oft erst nach einer Woche möglich.
Besonders hilfreich dabei sind die so genannte Diffusions-MRT und die Neuroperfusions-Methode
Axiales T2-Bild (die Hirnflüssigkeit ist
hier hell dargestellt) - Normalbefund
So genannte FLAIR Sequenzen gestatten die Diagnose von
Herdbefunden zum Beispiel bei Multipler Sklerose (MS)
Axiales FLAIR-Bild (MS-Herde als helle
Flecken dargestellt)
Kontrastmittel im MRT sind Gadolinium-Chelatbildner. Das
erste und weltweit erfolgreichste MR-Kontrastmittel war Gadolinium-DTPA
(Handelsname: Magnevist ®). Es ist wie alle MRT-Kontrastmittel sehr gut
verträglich und äußerst arm an Nebenwirkungen.
Der Vorteil von Kontrastmitteln ist dass sie den Kontrast zwischen den
Geweben vermehren und insbesondere krankhafte Prozesse besser abgrenzen.
Links: Sagittales T1-Bild nach Kontrastmittel rechts: Koronares T1-Bild mit
Kontrastmittel
Diffusions-MRT
Vorteil der Diffusions-MRT (englisch: diffusion weighted
imaging DWI genannt) ist, dass sie als einzige bildgebende Methode die
Frühdiagnose von Hirninfarkten gestattet (binnen Minuten). Dies ermöglicht die
erfolgreiche Frühbehandlung mit Lyse (Therapie zum Auflösen von
Blutgerinnseln).
Links: Diffusions-MRT: hier ein Normalbefund rechtes Bild: Infarkt im linken Schläfenlappens (hell)
Perfusions-MRT /
Neuroperfusion
Die Perfusions-MRT oder Neuroperfusion ist eine Methode die
regionale Durchblutung im Gehirn semiquantitativ zu erfassen. Dies basiert auf
der Injektion eines schnellen, kurzen Kontrastmittelbolus. An Hand der
Anflutungskinetik kann auf die Perfusion des Hirngewebes semiquantitativ
rückgeschlossen werden. Dies ist wichtig für die Prognose und Therapie von
Schlaganfällen. Zwar ist die Methode auch mit dem CT möglich, aber die EPI-MRT
erfasst das komplette Gehirn in einer Messung. Für die Perfusions-MRT bedarf es
spezieller Gradiententechniken, die nur modernste Geräte bieten.
Abbildung einer Perfusions-Messung bei Carotisstenose rechts (Einengung der rechten
Halsschlagader). Die grüne Farbe (linke Bildhälfte) zeigt eine verminderte
Durchblutung an.
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