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Schmerzlose
Gewebeprobe im Kernspin in örtlicher Betäubung.
Da manche Brustkrebsarten weder tastbar sind, noch in
Mammographie und Ultraschall sichtbar sind, ist die Kernspintomographie in
diesen Fällen die einzig mögliche diagnostische Methode.
- Was macht man aber mit diesen Tumoren, die man sonst weder sieht noch tastet?
- Die Lösung ist die MR-Biopsie oder MR-Drahtmarkierung.
Bei der MR-Biopsie
wird die Veränderung gleich in der Kernspintomographie in örtlicher Betäubung
mit einer Stanznadel oder Vakuumbiopsienadel biopsiert. Dadurch werden kleine
Gewebezylinder gewonnen, die dann vom Pathologen am Institut
für Pathologie (Chefarzt Prof. Permanetter) untersucht werden.
Bei der MR-assistierten
Feinnadelmarkierung oder Drahtmarkierung
werden in örtlicher Betäubung der verdächtige Herd oder die verdächtigen Herde
mit einem weniger als 1 mm dünnen Draht punktiert. Der Draht hat eine Art
Widerhaken so dass er im Gewebe verankert wird und zusätzlich noch eine
Röntgenkontrolle gestattet (siehe Abb.). Danach wird die Patientin in den
Operationssaal der Frauenklinik
gefahren und der Operateur kann anhand der Drahtmarkierung ein ausreichend
großes Gewebsstück entfernen. Das Verfahren hat den Vorteil, dass einerseits
der erkrankte Bereich komplett entfernt werden kann, andererseits sehr
gewebesparend (und damit kosmetisch vorteilhaft) operiert werden kann.
Diese Verfahren sind technisch kompliziert und werden daher
nur von ganz wenigen, spezialisierten, Ärzten angeboten. Zur Markierung oder
Biopsie im MR ist nämlich eine spezielle Brust-Biopsie-Spule erforderlich, die
sehr teuer ist, sowie eine Mär-taugliche Spezialnadel.
Die Kernspintomographie im Klinikum ist sehr stolz den
Patientinnen des Brustzentrums
Landshut (aber auch externen Patientinnen) diesen exklusiven Service in der
Region Landshut anbieten zu können.
Damit müssen diese Patientinnen nicht mehr in spezialisierte
Universitätseinrichtungen der Landeshauptstadt fahren, sondern können in der
Region behandelt werden.
Der wichtigste Aspekt ist dabei, dass am Brustzentrum Region
Landshut alle klinischen Behandlungspartner sehr eng zusammen arbeiten. Ohne
die sich ergänzenden Kenntnisse vieler hochausgebildeter Fachspezialisten wäre
die medizinische Versorgung nicht auf einem derart hohen Niveau möglich. Der
gegenseitige Austausch aus den vielen täglichen informellen Treffen und
regelmäßigen wöchentlichen Sitzungen des Brustzentrums ist äußerst fruchtbar
und gestattet erst die medizinisch optimale Versorgung unserer Patientinnen.
Im Bild erkennt man die HD-Mamma-Biopsie-Spule über die auch
die Kernspintomographie im Klinikum Priv.-Doz. Dinkel verfügt. Patientin zur
Mammabiopsie gelagert. Über eine seitliche Einspannvorrichtung mit
Gittereinsätzen können Biopsien vorgenommen oder Markierungsdrähte zur
Herdmarkierung gelegt werden, die als Ziel für eine spätere
Gewebeprobenentnahme im OP dienen.
Zufallsbefund eines kleinen Mammakarzinoms (Pfeil) in der fettgesättigten T1
nach Kontrast (VIBRANT) axial (Pfeil). Der Tumor ist bereits auf der
unsubtrahierten Aufnahme gut erkennbar.
Im Röntgen-Mammogramm (rechts) ist der
Tumor (auch nach Drahtmarkierung) nicht erkennbar
Links: 5 mm Mammakarzinom o.
Korrelat in der Mammographie (Zufallsbefund in einer MR-Mammographie, die
wegen eines anderen Befundes durchgeführt wurde)
Mitte: Herd nach
MR-Drahtmarkierung (dunkler Streifen)
Rechtes Bild: Erst das komprimierte
Präparateradiogramm zeigt einen flauen Herd mit Markierungsdraht.
Histologie (Prof.
Permanetter), invasiv duktales Karzinom, 5 mm.
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