|
MR - weibliches Becken / Uterus
Kernspintomographie bei Schwangeren
MR - männliches Becken / Prostata / Prostatazentrum
MR – Rektumkarzinom / Darmzentrum
MR Uterus / Weibliches Becken
Da die Kernspintomographie über einen sehr hohen
Weichteilkontrast verfügt, ist sie sehr gut zur Darstellung von Weichgeweben
geeignet. Dies betrifft insbesondere die weiblichen inneren Geschlechtsorgane.
Eine wichtige Fragestellung sind sog.
Uterusmyome. Das sind gutartige Tumoren der Gebärmutter, die zu starken
Schmerzen und Blutungen führen können. Bei der Behandlung von Uterusmyomen ist
es wichtig ihre genaue Lage, Größe, Lagebeziehung und Blutversorgung zu kennen.
Dies betrifft insbesondere die neueren modernen Verfahren, die es gestatten,
die Uterusmyome (im englischen Schrifttum oft Fibroide oder uterine fibroids
genannt) zu behandeln ohne die Gebärmutter zu entfernen. Zu den modernen
Verfahren gehört auch die minimal-invasive Methode der Uterusmyomembolisation,
die im Klinikum Landshut auch von Chefarzt
Priv.-Doz. Dr. Dinkel
angeboten wird. Bei der Uterusmyomembolisation wird in örtlicher
Betäubung die Leistenschlagader punktiert, von wo aus man mit einem
Spezialkatheter die Gebärmutterarterie sondiert und feine Kügelchen in
die Myome injiziert. Dadurch werden die Blutgefäße der Myome verstopft,
damit sie nicht mehr bluten und keine Schmerzen mehr bereiten. Bei der
Embolisationsbehandlung kann, im Gegensatz zur operativen
Hysterektomie,
die Gebärmutter als solche erhalten werden. In Einzelfällen wurden
sogar
Schwangerschaften nach Uterusembolisation berichtet. angeboten wird.
Bei der Uterusmyomembolisation
wird in örtlicher Betäubung die Leistenschlagader punktiert, von wo aus
man mit
einem Spezialkatheter die Gebärmutterarterie sondiert und feine
Kügelchen in
die Myome injiziert. Dadurch werden die Blutgefäße der Myome verstopft,
damit
sie nicht mehr bluten und keine Schmerzen mehr bereiten. Bei der
Embolisationsbehandlung kann, im Gegensatz zur operativen
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Priv.-Doz. Dr. Dinkel

Dieses wäre für eine Uterusembolisation gut
geeignet, da es nicht gestielt ist.

Eine weitere Patientin vor Uterusembolisation mit einem sehr
großen Myom. Die Patientin wurde von uns erfolgreich embolisiert.
T2 Bild mit
großem Myom des Fundus (links), rechts: T1-fettgesättigt mit Kontrastmittel
zeigt eine massive Anreicherung des Myoms.
Die Abbildung zeigt eine MR-Angiographie (MRA) des Beckens der gleichen
Patientin wie oben mit Darstellung einer sehr kräftigen A. uterina
(Gebärmutterarterie) linksseitig (rechte Bildseite).
Kernspintomographie
bei Schwangeren
Auch bei schwangeren Patientinnen gibt es spezielle
ultraschnelle Sequenzen mit denen man den Uterus und das Kind im Mutterleib
(Fötus) gut untersuchen kann. Obwohl die Kernspinuntersuchung seit über 20
Jahren auch vielfach bei Schwangeren angewandt wurde, sind bislang keine
schädlichen Wirkungen der Leibesfrucht bekannt geworden. Dennoch sollten
Schwangere nur bei besonders kritischer Prüfung der Indikation untersucht
werden.
Diese Schwangere wurde wegen einer Thrombose (Verschluss
einer Beckenvene durch ein Gerinnsel untersucht):

Koronare Schicht: Das Baby erfreute sich bester Gesundheit.
Beckenvenenthrombose links bei der Mutter

Linkes Bild: Die axiale Schicht zeigte die linksseitige Beckenvenenthrombose der Mutter ... und das Geschlecht des Kindes (rechts)
Männliches Becken / Prostatazentrum
Die Prostata wird
am besten mit dünnen Schichten in T2-Sequenzen in Verbindung mit dünnen
fettgesättigten T1 Sequenzen nach Kontrastmittelgabe untersucht. Die MRT der Prostata kann bei der Diagnostik
von Prostatakarzinomen insbesondere zur Einstufung des Krankheitsstadiums
(Staging) und damit der stadiengerechten Behandlung wichtig sein.
Zur Behandlung des Prostatakarzinoms,
eines der häufigsten Tumoren des Mannes, wurde am Klinikum Landshut ein
Organzentrum gegründet, das Prostatazentrum. Das Prostatazentrum Klinikum Landshut unterzieht sich in den Jahren
2007 und 2008 gerade einem anspruchsvollen Zertifizierungsprozess durch den TÜV und Onkozert.
Damit wird
Landshut eines der ersten Prostatazentren
Deutschlands sein, da nach dem Stand im Januar 2008 (Onkozert) momentan in Deutschland noch kein
einziges Prostatazentrum in Deutschland die Zertifizierung abgeschlossen hat.
Im Rahmen der Radiologie sind wir neben der Urologischen
Klinik des Klinikum Landshut (Chefarzt Prof. Rothenberger) einer der
wichtigsten Behandlungspartner des Prostatazentrums.
Für genauere Informationen zum Thema Prostatabehandlung und
Prostatazentrum besuchen Sie bitte auch die Seiten des Prostatazentrums
im Klinikum Landshut (im Aufbau).

MR des Beckenbodens und der Prostata: Darstellung T2 nativ (links) und T1 nach Kontrastmittel (rechts)
MR Becken bei Rektumkarzinom / Darmzentrum
Die Untersuchung des Beckens mit Kernspintomographie ist
fester Bestandteil des Behandlungskonzepts zur Behandlung von Mastdarmtumoren.
Am Klinikum Landshut besteht das zertifizierte Darmzentrum Region Landshut für
die leitlinienkonforme Therapie von Mastdarmtumoren. Im Rahmen der Radiologie
ist die Kernspintomographie im Klinikum Behandlungspartner des Darmzentrums
Region Landshut und hat sich an dem Zertifizierungsprozess und
Rezertifizierungsprozess beteiligt. Das Darmzentrum
Region Landshut ist von Onkozert, der Zertifizierungsstelle der Deutschen
Krebsgesellschaft und dem TÜV-Süd
zertifiziert.
Wichtig ist die Stadieneinordnung oder Staging der Tumoren,
da hiervon die Behandlung abhängt. Dabei sind Eindringtiefe und
Lymphknotenbefall von Bedeutung.

Begrenztes Rektumkarzinom in T2 Wichtung (links axial, rechts sagital)

Fortgeschrittenes Rektumkarzinom (Pfeil): links sagitale T2, rechts axiale T2 Wichtung
Darmzentrum Region Landshut
Zertifizierte Darmzentren in Bayern
Zertifizierte Brustzentren
Zertifizierte Brustzentren in Bayern
Onkozert
Deutschen Krebsgesellschaft
TÜV-Süd
|